Workshop: Sicherheit, Datenschutz, Management und Interoperabilität medizinischer Daten auf der Informatik 2012

Die diesjaehrige Jahrestagung der Gesellschaft fuer Informatik (GI) fand erstmals zusammen mit der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) statt. Passend zum uebergreifenden Thema der medizinischen Informatik organisierte die Fachgruppe PET zusammen mit der Fachgruppe SECMGT und der GMDS-AG DGI insbesondere den datenschutzbezogenen Teil des interdisziplinaeren Workshops: Sicherheit, Datenschutz, Management und Interoperabilität medizinischer Daten. Aspekte des Datenmanagements und der Datenintegration wurden von Ascora GmbH, sofd GmbH und der TU Berlin mit in die Organisation des Workshops eingebracht. Der halbtaegige Workshop fand am 17. September 2012 in Braunschweig statt. Er bestand aus fuenf Vortraegen und wurde von 25 bis 30 Teilnehmern besucht, die in entspannter Atmosphaere sehr lebhaft diskutierten. Entsprechend des Tagungsmottos "Was bewegt uns in der/die Zukunft" praesentierten die Vortragenden Vorschlaege wie das Management und die Interoperabilitaet medizinischer Daten in Zukunft aussehen koennten. Durch die Sensibilitaet der medizinischen Daten wurden Aspekte der Datensicherheit und des Datenschutzes als wiederkehrendes Thema in den meisten Vortraegen aufgegriffen und trugen wesentlich zu den lebhaften Diskussionen der Teilnehmer bei. Die Fachgruppe PET bedankt sich bei allen Vortragenden, Teilnehmern und Mitorganisatoren fuer einen gelungenen Workshop.

Vortragsliste:

  • Thomas M. Deserno et. al.: Aspekte des datenschutzgerechten Managements klinischer Forschungsdaten
  • Jan Goldacker, Paul Drews: IT-Integrationspotenziale privater Krankentransportunternehmen in Deutschland
  • Rafael Karbowski: Projektvorstellung Cloudi/o: Sicheres Cloud-basiertes Datenmanagement im Umfeld der klinischen Forschung
  • Markus Preißner: ER-Modell für Pliable Objects zum Aufbau von medizinischen Anästhesie-Informationssystemen
  • Klaus Pommerening et al.: Identitätsmanagement für Patienten in medizinischen Forschungsverbünden

 


Call for Papers:

 

 

Praxis Workshop der GI-Fachgruppen PET und SECMGT und der GMDS-AG DGI am 17.09.2012 in Braunschweig

 

Der zweite Workshop der GI-Fachgruppen PET (Datenschutzfördernde Technik) und SECMGT (Management von Informationssicherheit) wird in diesem Jahr gemeinsam mit der Arbeitsgruppe "Datenschutz in Gesundheitssystemen (DGI)" der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) organisiert. Er findet am 17. September 2012 in Braunschweig im Rahmen der 42. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und der 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) vom 16.-21.09.2012 statt. Nachfolgend finden Sie Details zum Call for Papers und den Einreichungsmodalitäten.

Zusammenfassung

Medizinische Daten spielen nicht nur bei der ärztlichen Untersuchung und Behandlung von Patienten, bei der Abrechnung der medizinischen Leistungen, in Krebsregistern, Biobanken und anderen Bereichen des Gesundheitswesens eine Rolle, sondern werden auch immer wichtiger in anderen Anwendungszusammenhängen: Gesunde Ernährung und Fitness werden mit Lifestyle verbunden, Systeme des Ambient Assisted Living sollen Menschen in der alternden Gesellschaft ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, über soziale Netzwerke findet nicht nur medizinische Beratung statt, sondern darüber organisieren sich auch Gruppen zum gemeinsamen Abnehmen ider Selbsthilfegruppen für Kranke.

Die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Anbietern von medizinischer Technik und Anwendern in der medizinischen Versorgung soll deshalb durch diesen Workshop gefördert werden.

Themen

Die Diskussion um Innovationen, neue technische Entwicklungen und die Anwendung datenschutzfördernder Technik und eines effektiven Sicherheitsmanagements soll sich in diesem Jahr insbesondere an den folgenden Anwendungsfeldern orientieren, die bei Bedarf erweiterbar sind:

  • Patientendatenschutz
  • Telemedizin
  • Sichere Krankenhausinformationssysteme   

Im Vordergrund sollen Risikoanalyse, Datenschutztechnik und Sicherheitsmanagement stehen. Diese Themen können beispielsweise aus medizinischer, technischer, organisatorischer, juristischer, ökonomischer, soziologischer oder psychologischer Sicht bearbeitet werden. Interdisziplinäre Einreichungen sind willkommen. Zu dem Themenbereich gehören insbesondere die datenschutzgerechte Gestaltung und Nutzung von Anwendungen im nationalen oder internationalen Bereich, die datenschutzfördernde Entwicklung von IT-Systemen und Prozesse für Risiko- und Sicherheitsmanagement für die Vielzahl von Anwendungsbereichen, in denen medizinische Daten eine Rolle spielen.

 Mögliche Themenbereiche und Aspekte des Workshops umfassen daher:

  • Ambient Assisted Living und mobile Gesundheitsanwendungen
  • Anonymisierungs- und Pseudonymisierungskonzepte medizinischer Daten für die Epidemiologie
  • Austausch von Patienten- und Gesundheitsdaten national und international
  • Biobanken
  • Datenschutzkonforme Speicherung von medizinischen Daten
  • Delegationsmodelle bei der Wahrnehmung von Rechten
  • E-Health-Systeme
  • Einwilligungsmanagement in Patientenumgebungen
  • Elektronische Gesundheitskarte
  • Datenschutz im Bereich der Vertragsärzte
  • Kommunikation über Gesundheitsdaten in sozialen Netzwerken
  • Krankenhausinformationssysteme
  • Krebsregister
  • Krisenfestigkeit von Einrichtungen zur Gesundheitsversorgung
  • Medizintechnik
  • Robotereinsatz im OP
  • Standardisierung zu Datenschutz und Informationssicherheit im Gesundheitswesen
  • Verarbeitung von medizinischen Daten in Cloud-Umgebungen

 

Adressaten

Der Workshop orientiert sich an der praktischen Anwendung datenschutzfördernder Technik und Sicherheitsmanagementsystemen in der medizinischen Informatik und zielt auf die Bildung einer Praxis-Community zum Austausch zwischen medizinischen Einrichtungen, Industrie und Wissenschaft. Einreichungen aus der Praxis sind deshalb besonders willkommen, die Verbindung und der Austausch mit wissenschaftlichen Einreichungen stehen bei den Workshop-Sessions im Vordergrund. Wissenschaftler aus den Bereichen der medizinischen Informatik, Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft, Rechtswissenschaft und aus verwandten Disziplinen sind genauso angesprochen wie Praktiker aus der medizinischen Versorgung, der Wirtschaft und dem öffentlichen Sektor.

Einreichungsprozess

Beiträge können bis zum 13. Mai 2012 über die Workshop Easy Chair Submission Webseite eingereicht werden. Die Beiträge sollten das LNI-Format einhalten und zwischen 5 und 15 Seiten lang sein.
(Details siehe: www.gi.de/service/publikationen/lni/)

Mit der Einreichung eines Beitrags erklären Sie, dass sich bis zum 30.06.2012 mindestens ein Autor für die INFORMATIK 2012 anmelden wird und den Beitrag im Rahmen des ausgewählten Workshops vorstellt. Beiträge ohne Anmeldung werden nicht im Tagungsband abgedruckt.

Annahme und druckfähige Version: Bis zum 3. Juni 2012 werden Sie von den Workshop Organisatoren über die Annahme Ihres Beitrags informiert. Wir benötigen dann bis spätestens 30. Juni 2012 die finale, druckfähige Ihres Beitrags, damit die Tagungsbände rechtzeitig gedruckt werden können. Zusätzlich benötigen wir zu jedem Beitrag eine einseitige PDF-Datei mit Titel, Autoren und Abstrakt, die ebenfalls über das Easy Chair System abgegeben werden können.

Termine

  • Einreichung von Beiträgen: 13. Mai 2012 (Einreichungsfrist verlängert!)
  • Annahme/Ablehnung von Workshop-Beiträgen: 03. Juni 2012
  • Abgabe der druckfähigen Version: 30. Juni 2012

 

Organisationsteam

  • GI-Fachgruppe PET: Marit Hansen, Sebastian Pape, Stefan Weiss
  • GI-Fachgruppe SECMGT: Bernhard C. Witt, Claus Stark
  • GMDS-AG DGI: Bernd Blobel, Klaus Pommerening

Einzelheiten zur Veranstaltung sind auf den Seiten der Informatik 2012 oder den Seiten der GMDS 2012 zu finden. Kontakt bitte über die Email des Organisationsteam apet2012(at)easychair.org.

Programmkomitee

  • Ass. Prof. Ph.D. Bernd Blobel, Competence Center University Hospital Regensburg
  • Marit Hansen, Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein
  • Isabel Münch, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
  • Sebastian Pape, TU Dortmund
  • Prof. Dr. Klaus Pommerening, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
  • Prof. Dr. Kai Rannenberg, Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Hans v. Sommerfeld, DIN NIA-01-27 IT-Sicherheitsverfahren
  • Claus Stark, Citigroup AG
  • Dr. Stefan Weiss, Swiss Re, Zürich
  • Bernhard C. Witt, it.sec GmbH & Co. KG

 

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